Freitag, 23. August 2013

Overlanding Africa – Part IV

Tag 37 – 05.08.13
Nach einem eher traurigen Abschied von unserer Crew und unseren bisherigen Weggefährten ging es heute Morgen mit neuem Team und neuer Gruppe weiter. Von nun an sollten uns Thabi (Guide), Fezeka (Köchin) und Muno (Fahrer) für den Rest unserer Reise begleiten. Des Weiteren haben wir 16 neue Mitstreiter bekommen, sodass wir nun, mit uns und sechs weiteren aus der alten Gruppe, insgesamt 24 Leute waren.
Von Vic Falls ging es direkt weiter nach Botswana in den Chobe National Park – ein weiteres Highlight auf unserer Tour! Dies sollte sich auch bei der ersten Safari am selben Abend noch bestätigen, da wir hier noch einmal das Glück hatten einen Leoparden zu sehen. Leider war die Safari in Chobe ansonsten eher anstrengend, da wir nur ein Fahrzeug zur Verfügung gestellt bekommen haben – für 24 Leute – naja, und man kann sich vorstellen wie „angenehm“ es ist zu fünft in einer Reihe gequetscht zu sitzen und zu versuchen die Sicht zu genießen. Hinzu kam außerdem, dass in unserem neuen Team eine Gruppe von 9 Freunden aus dem Land des Fußballweltmeisters sein sollte, die - was Lautstärke und Redefrequenz angeht - wirklich ALLE Vorurteile bestätigen (was nicht nur nervig ist, sondern vor allem auch die Tiere verschreckt).
Übernachtet haben wir dann noch einmal mitten in der Wildnis in einem Bushcamp. Abgesehen von einem Loch in der Erde (Klo) und unseren Zelten war hier wirklich nichts: kein Zaun, Wächter oder ähnliches. Da ist es schon ein komisches Gefühl wenn man mitten in der Nacht aufwacht und die Hyänen oder Löwen brüllen hört. ;)

Honigdachs
Pumba 
Python
Leopard
Tag 38 – 06.08.13
Am nächsten Tag haben wir Vormittags noch eine Safari gemacht (wieder in dem vollen Jeep...), bevor wir dann unser Lager außerhalb des Parks im Thebe River Camp bezogen haben. Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es jedoch direkt wieder weiter: Bewaffnet mit einigen Snacks und einer Flasche Rotwein sind wir zu einer Chobe River Cruise (Flussfahrt auf dem Chobe River) aufgebrochen – und wir sind uns beide einig, dass dies eines der schönsten Erlebnisse unserer Reise bisher war! Abgesehen von der lockeren Stimmung (sicherlich auch dem Rotwein geschuldet ;)) und der vielen „Wassertiere“ (Büffel, Hippos und Krokodile), hatten wir das Glück eine ca. 20-köpfige Elefantengruppe dabei zu beobachten, wie sie den Fluss überquerten. Dies war in der Tat ein unglaublich faszinierendes Erlebnis, wobei es vor allem erstaunlich war, wie die weniger als 1 Jahr jungen Elefantenbabys diesen Kraftakt bewältigt haben.

Elefanten überqueren den Fluss
Auch der Kleinste hat's geschafft!  
Sanddusche danach ;)
Hippos beim Grasen

Hippo-Fight

Kroko am Fluss

Sonnenuntergang am Chobe River
Tag 39 – 07.08.13
Nach den ereignisreichen vergangenen Tagen stand heute nur die Fahrt nach Maun auf dem Programm, wo wir im Sitatunga Camp untergekommen sind.

Tag 40-42 – 08-10.08.13
Da die Stadt Maun in unmittelbarer Nähe des Okavango Deltas liegt, bietet sie sich geradezu an, um von hier aus Trips in das Delta selber zu starten. So auch für uns, denn früh am Morgen des vierzigsten Tages wurden wir abgeholt und zu einer Mokorostation gefahren. Mokoros sind aus Holz gefertigte Boote, die von der Form her sehr an ein Kanu erinnern, allerdings eher wie eine venezianische Gondel gesteuert werden. Da das Okavango Delta (wie der Name schon sagt) ein Delta ist und somit relativ viel Wasser hat, ist dies hier die gängigste Art der Fortbewegung. So haben sich je Mokoro zwei Personen zusammen mit einem einheimischen „Fahrer“ (nennen sich Poler) auf den Weg gemacht und sind nach einer etwa zweistündigen Fahrt auf eine Insel im Delta gebracht worden. Hier haben wir dann für die nächsten zwei Nächte unsere Zelte aufgeschlagen und ausgehend von unserem Lager haben wir verschiedene Safaris zu Fuß gemacht. Dabei haben wir natürlich nur die eher harmloseren Tiere gesehen, wie zum Beispiel Elefanten, Zebras und Giraffen, dafür hatten wir aber zu Fuß eine ganz andere Perspektive als aus einem Auto. Abgesehen davon haben wir sehr viel über die Fußspuren und sonstigen Hinterlassenschaften der verschiedenen Tiere gelernt. Nur eine kleine Anekdote zum Thema Kot: Offensichtlich kann man Kot von männlichen Giraffen sehr gut von dem von weiblichen Tieren unterscheiden. Die Männer haben es scheinbar immer eilig und pressen alles schnell heraus, sodass die einzelnen Köttel eher gestaucht auf dem Boden ankommen, während die Damen sich dann gerne etwas mehr Zeit lassen und somit formvollendete runde bzw. ovale Köttel produzieren. – Dinge gibt’s, die gibt’s eigentlich gar nicht... Mit der Geschichte, wie man aus Elefantenkot Trinkwasser gewinnen kann, werden wir euch jetzt jedoch verschonen. ;)

Fahrt im Mokoro
Bush-Camp im Okavango Delta
Elefanten am anderem Flussufer
Zebras auf Safari zu Fuß
Elefantenspuren
Giraffen zu Fuß
Sonnenaufgang im Okavango Delta
Benni als Poler
Am letzten Abend haben unsere Fahrer (die gleichzeitig auch die Guides für die Tagestouren waren) dann noch eine Aufführung mit traditionellen Liedern und Tänzen am Lagerfeuer vorgetragen (Mitmachen natürlich inklusive). Das war wirklich interessant und lustig und ein angenehmer Abschluss für unsere Zeit mit ihnen.

Traditionelle Aufführung
Am nächsten Morgen (Tag 42) ging es wieder mit den Mokoros zurück zur Ausgangstation. Bevor wir jedoch zurück in das Sitatunga Camp in Maun fahren sollten, haben wir noch einen etwa 30-minütigen Helikopterflug über das Delta gemacht. Abgesehen davon, dass Helikopterfliegen an sich echt schon mal mega geil ist, war dies noch einmal eine tolle Gelegenheit einen Teil des Deltas von oben zu sehen und die Anblicke, die sich uns dabei geboten haben, waren einfach nur fantastisch! Alles in allem waren es also drei wirklich sehr schöne Tage, mit einem gebührenden Abschluss.

Helicopter ready for Take Off
Büffel 
Hippos 
Giraffen 
Impalas
Okavango Delta I
Büffel auf der Flucht
Elefanten
Gnus
Okavango Delta II
Tag 43 – 11.08.13
Nach den Tagen im Delta ging es an diesem Morgen auch schon wieder raus aus Botswana und rein nach Namibia. Insgesamt ein ruhiger Tag auf der Straße, der uns am Ende des Tages nach Rundu ins Saratunga Camp geführt hat.

Tag 44 – 12.08.13
Von Rundu aus ging es am heutigen Tag nach Namutoni im Etosha National Park. Auf dem Weg dorthin haben wir noch eine eher kuriose, aber doch sehr leckere Frucht kennengelernt, die sogenannte Monkeyfruit (also Affenfrucht). Von außen sieht sie aus wie eine Orange, allerdings ist die Schale eher hart wie bei einer Kokosnuss. Wenn man diese dann erstmal geknackt hat, kommt man an das saftige Fruchtfleisch, das eher furchig ist und in einem „dezenten Kackbraun“ daher kommt. Von der Konsistenz und vom Aussehen her erinnert das Ganze so ein bisschen an ein „Gehirn“ und die Schale ist der Schädel – klingt komisch, ist aber tatsächlich so. J

Monkeyfruit
Nun aber zurück zum Wesentlichen: Im Etosha NP haben wir abends noch eine Safari mit unserem Truck gemacht und dann – um ehrlich zu sein recht unerwartet - zum ersten mal auf unserer Reise Geparden gesehen! Dabei hatten wir wirklich Glück, denn die beiden hatten gerade einen Springbock gerissen und waren drauf und dran diesen zu verschlingen. Leider waren sie etwas weit weg und wir durften nicht näher heran fahren, aber man kann ja nicht alles haben. ;) Unser Campingplatz hatte zudem noch Zugang zu einem Wasserloch, welches nachts dezent beleuchtet war. Hier konnte man sich geschützt hinter einem zugegebenermaßen sehr niedrigen Zaun die Tiere anschauen, die zum Trinken ans Wasser kommen. Neben einem einzelnen Nashorn, haben wir abends auch noch eine ganze Elefantenherde gesehen, die hier ihren Schlaftrunk genommen haben. Besonders spannend war, dass sich die Tiere offensichtlich nicht beobachtet gefühlt und sich somit etwas natürlicher und entspannter gegeben haben, als bei einer Safari am Tag im Auto. Einen kurzen Schreckmoment gab es dann aber noch, als wir uns gerade zum Gehen umgedreht haben und plötzlich dieser riesige Elefantenbulle direkt neben uns am Zaun in etwa 5m Entfernung auftauchte, ohne dass er oder wir es so richtig mitbekommen haben. Es ist wirklich immer wieder erstaunlich, wie leise sich diese Kolosse doch bewegen können, wenn sie denn wollen.

Geparden in Etosha
Tag 45 – 13.08.13
Am heutigen Tag stand den ganzen Tag Safari im Etosha NP auf dem Programm. Aufgrund der eher negativen Erfahrung in Chobe (wegen des zu großen Fahrzeuges), haben wir uns zusammen mit vier weiteren Mitreisenden dazu entschieden nicht mit der ganzen Gruppe zu fahren, sondern uns vor Ort ein eigenes Auto mit Fahrer/Guide zu mieten. Dies sollte sich als richtige Entscheidung herausstellen, denn es war nicht nur viel entspannter und angenehmer, sondern unser Guide (Sammy) war einfach der Knaller!

Giraffe 
Nashorn 
Black-faced Impala
Oryx-Antilope 
Greifvogel
Black-faced Impala 
Ben and the girls ;)
Baby-Elefant
Durstige Dickhäuter
Wer ist der Stärkere? 
Impala mit "Weihnachtsschmuck"
Geier auf der Jagd
Am Ende des Tages haben wir den Park in Okakweyo verlassen, um unmittelbar außerhalb des Parks im Eldorado Camp unterzukommen. Hier sollten wir noch einmal drei Geparden sehen – allerdings diesmal in Gefangenschaft. Offensichtlich sind die Geparden für die einheimischen Bauern eine Plage, da sie deren Vieh reißen und somit töten die Bauern dann in der Regel die Geparden. Hier hatte sich jedoch ein Bauer aus „Tierliebe“ dafür entschieden, die Geparden zu fangen und sie in einem Gehege zu halten, wo er sie füttert und den Touristen zeigt. Wir glauben, dass hier monetäre Aspekte das Hauptargument für sein Handeln sind, denn die Touristen zahlen natürlich dafür, die Tieren zu sehen. Für uns war es ein komischer Anblick diese Tiere in Gefangenschaft zu sehen...

Gepard im Käfig...
Fütterung
Tag 46 – 14.08.13
Am nächsten Tag ging es weiter nach Kamanja ins Cheetah Camp – und sollten uns die gestrigen Erlebnisse mit den Geparden bereits irritiert haben, dann sollte dies heute bis ins unendliche gesteigert werden, denn das Cheetah Camp macht seinem Namen alle Ehre... Die Besitzer des Camps halten vier ausgewachsene Geparden als Haustiere und führen sie natürlich ebenfalls den Touristen vor. Die Tiere können sich im Garten frei bewegen, leben hier zusammen mit kleinen Hunden und Kindern und lassen sich streicheln. Die Tiere sind dabei tatsächlich handzahm, nur spielen sollte man besser nicht mit ihnen, da sie doch ziemlich scharfe Zähne und Krallen haben und ihre Kraft nicht so richtig einschätzen können. Insgesamt war das ein wirklich sehr komisches Erlebnis und wir wissen beide nicht so richtig, was wir davon halten sollen. Einerseits ist es natürlich faszinierend, wenn diese Tiere sich im Vorbeigehen schnurrend an einem reiben, andererseits jedoch fühlt es sich irgendwie nicht richtig an und vor allem war es uns nicht einsichtig, warum die Tiere als Haustiere leben (das wurde nämlich nicht erläutert).

Schmusekatze ???
Wie bereits erwähnt, hatten die Besitzer aber neben den Geparden auch noch einige Hunde, unter anderem auch einen wenige Monate alten Jack Russel Welpen, dem wir  unsere volle Aufmerksamkeit schenkten und mit dem wir fast die gesamte Zeit unseres Aufenthaltes gespielt haben. ;)

Spitze Zähnchen
Kleiner Raufbold
Neben den Geparden im Haus, gab es dann auch noch etwa 15 weitere Tiere, die in Gehegen um die Farm und den Campingplatz herum gelebt haben und welche im Anschluss gefüttert wurden.

Wildkatzen kämpfen um Futter...
Tag 47 – 15.08.13
Nach den „Tieraktivitäten“ der vergangenen Tage ging es heute, durch das Gebiet der Herero und Himba (Ureinwohner Namibias), zu einem landschaftlichen Wahrzeichen Namibias – dem Berg Spitzkoppe. Hier haben wir direkt am Fuß der Berges unser Lager aufgeschlagen, sodass wir sowohl den Sonnenunter- als auch den Sonnenaufgang am nächsten Morgen mit Blick auf den Berg genießen konnten.

Herero-Frau
Himba-Frau
Sonnenuntergang In Spitzkoppe
Unser Camp in Spitzkoppe
Sonnenaufgang in Spitzkoppe
Tag 48-50 – 16-18.08.13
Insgesamt waren die letzten Tage relativ anstrengend, da wir viele Nächte im Zelt verbracht haben. Dabei ist nicht unbedingt die Nacht im Zelt das Zermürbende, sondern das ständige Zelt ab- und aufbauen für nur wenige Stunden. Somit waren wir froh, dass unsere heutige Etappe uns nach Swakopmund führen sollte, wo wir für die nächsten drei Nächte im Wiese Guesthouse unterkommen würden. Swakopmund liegt an der Küste von Namibia und ist irgendwie doch direkt in der Wüste. Da hier momentan Winter ist, war es teilweise relativ kalt (vor allem nachts vielen die Temperaturen auf unter 10 °C) und der Wind fegt einem ordentlich durch’s Gesicht. In Swakopmund spürt man noch deutlich den Einfluss der deutschen Kolonialzeit, da hier nicht nur noch viele Deutsche leben, sondern auch noch eine Menge Straßenschilder und Werbeplakate in Deutsch sind. Bei Touristen ist Swakopmund nicht nur als Ausgangspunkt für Namibiatouren bekannt, sondern auch für verschiedene Abenteueraktivitäten, wie z.B. Quadbiking und Sandboarding. Da wir beide für solche Aktivitäten nicht besonders viel übrig haben bzw. es schon einmal woanders gemacht hatten, haben wir uns entschieden die Zeit in Swakopmund anderweitig zu nutzen. So haben wir neben der Stadt selbst auch besonders deren Restaurants erkundet und einheimisches Wild probiert. Dabei sind wir uns einig, dass Oryx und Kudu sehr gut schmecken, während Zebra noch etwas gewöhnungsbedürftig ist. Außerdem haben wir  viel Zeit mit der Planung unserer weiteren Reise (Moskau bis Peking) und der Zeit in Kapstadt verbracht, was dringend nötig war. Ach ja, das Nachtleben durfte natürlich auch nicht zu kurz kommen. ;)

Die Mädels in Swakopmund 
Und die Jungs in Swakopmund
Tag 51 – 19.08.13
Von Swakopmund ging es nun weiter in die Wüste von Namibia, nämlich nach Sossousvlie. Hier haben wir uns im Namib Nakluft National Park das Death-Vlie (ein Tal mit abgestorbenen Bäumen) und die Düne 45 angeschaut bzw. letztere auch bewandert. Dünenwandern ist – für die, die es noch nie gemacht haben – ziemlich anstrengend, weil man sich ständig im Sand bewegen muss. ;) Dazu kommt dann auch noch die stechende Hitze, die es heute tagsüber auf gefühlte 80°C gebracht hat (laut Benni’s Temperaturskala). Insgesamt ist das Wetter hier in Namibia etwas „anstrengender“ geworden. Obwohl wir in Swakopmund auch einen eher bewölkten Tag hatten, ist es ansonsten fast immer unaushaltbar warm und sonnig am Tag, während es in der Nacht gerade mal um die 5°C hat. Das kannten wir so bisher aus Ostafrika noch nicht.
In Sossouvlie haben wir dann am Abend unsere Zelte im Sossous Oasis Camp aufgeschlagen.
On the Way...
Death-Vlei
Düne 45
Tag 52 – 20.08.13
Heute ging es wieder zeitig los - immer weiter gen Süden - diesmal zum Fish River Canyon (der zweitgrößte Canyon der Welt), wo wir den Sonnenuntergang genossen haben. Gezeltet wurde diese Nacht im recht komfortablen Canyon Roadhouse. Wobei hier anzumerken ist, dass komfortabel in dem Zusammenhang bedeutet, dass wir durchgehend angenehm temperierte Duschen und einen ebenen (nicht steinigen) Untergrund hatten, um unser Zelt aufzuschlagen.

Fish River Canyon I
Fish River Canyon II


Tag 53 – 21.08.13
Nach knapp 10 Tagen in Namibia haben wir nun heute auch dieses Land hinter uns gelassen, um in unser Reiseendland Südafrika zu gelangen. Kurz hinter der Grenze haben wir gegen Mittag direkt am Orange River im Bushtracker Camp eingecheckt und hatten den Rest des Tages für uns. Abgesehen davon, dass es angenehm ist nicht den ganzen Tag im Bus zu sitzen, hat uns die Ruhe am Nachmittag (lesen am Fluss und im Zelt) auch mal ganz gut getan.

Mege Raupe
Tag 54 – 22.08.13
Heute stand wieder mal eine längere Fahrt auf dem Programm – wir sind bis nach Trawel/Cederberg gefahren, wo wir im Highlander Camp unsere Zelte aufgeschlagen haben (wohl gemerkt zum letzten Mal!). Das Camp ist gleichzeitig auch ein kleines Weingut und am Abend wurde auch eine Weinprobe angeboten. Nach der ganzen Wüste in Namibia, ist Südafrika eine willkommene Abwechslung: Es ist zwar immer noch arschkalt sobald die Sonne untergegangen ist, dafür ist es aber nicht mehr annähernd so staubig und heute sind wir sogar schon durch einige grüne Abschnitte gefahren mit Blumenwiesen am Straßenrand.

Tag 55 – 23.08.13
Am letzten Tag unserer Overlandtour sind wir nur noch ein kurzes Stück bis nach Kapstadt in die Ashanti Lodge gefahren, wo der 56-Tage-Trip morgen früh nach dem Frühstück offiziell endet. Nach unserer Ankunft hatten wir schon ein wenig Gelegenheit einige Eindrücke von Kapstadt zu bekommen, bevor wir uns dann mit unserer Gruppe zum letzten gemeinsamen Abendessen und Abschiednehmen getroffen haben. Auch dies war relativ traurig, denn wenn man über so viele Tage hinweg auf so engem Raum zusammenlebt, gewöhnt man sich doch etwas aneinander. Unser besonderer Dank geht auch hier wieder and unsere Crew: Fezeka, Muno und Thabi – Ihr ward großartig und wir danken Euch für alles!

Nachdem wir nun schon ein wenig die Gelegenheit hatten Kapstadt etwas kennen zu lernen, sind wir neugierig mehr zu sehen. Für die nächsten vier Tage haben wir noch allerhand Spannendes geplant, also freut euch schon einmal auf unseren nächsten Eintrag. ;) Am 28.08. geht es dann erstmal zurück in die Heimat, wo wir bis zum 04.09. bleiben werden. Wir freuen uns bereits drauf viele von Euch dort wieder zu sehen, bevor es dann weiter geht nach Moskau!


Resumee zur Tour:
Wie ihr vielleicht nachvollziehen könnt, waren die gut knapp zwei Monate im Truck wahnsinnig intensiv für uns. Von Nairobi ausgehend sind wir einmal quer durch Afrika gefahren und haben dabei tausende Kilometer zurückgelegt, 9 Länder bereist und unglaublich viele Eindrücke gewonnen. Natürlich war nicht alles immer positiv und wir würden lügen, wenn wir sagen würden, dass die vielen Zeltnächte uns nicht an unsere Motivationsgrenzen gebracht haben. Auch war es nicht immer einfach mit einer relativ großen und kulturell sehr inhomogenen Gruppe zu reisen. Wir haben viele Menschen getroffen, die wir wohl nie wieder sehen werden und denen wir auch nicht nachtrauern. Wir haben aber auch einige neue Freunde gefunden und freuen uns schon sehr diese vielleicht an einem anderen Ende der Welt einmal wiederzusehen. Am Ende des Tages sind es jedoch die vielen positiven Eindrücke, die überwiegen und es bleibt festzuhalten -  das war es einfach wert!
Einziger Wehrmutstropfen ist vielleicht, dass unsere Gorillaerfahrung eher eine Enttäuschung war. Aber wir sind noch jung – und wer weiß, vielleicht bekommen wir in den nächsten Jahren noch einmal die Gelegenheit dazu. Auf der anderen Seite waren rückblickend der Besuch der Little Angels in Uganda, sowie die Elefantenherde bei der Überquerung des Chobe Rivers unsere persönlichen Highlights.

Sonntag, 4. August 2013

Overlanding Africa – Part III


Tag 24 – 23.07.13
Nach drei schönen Tagen im Waikiki Resort hieß es dann schweren Herzens Abschied nehmen und zurück nach Stone Town fahren. Hier haben wir dann auch den Rest der Gruppe wieder getroffen, welche die letzten Tage im Norden der Insel verbracht hatte. Mit der Fähre ging es zurück nach Dar Es Salaam, wo wir etwas außerhalb der Stadt auf einem netten Campingplatz direkt am Strand die Nacht verbracht haben.

Tag 25 – 24.07.13
Von dort aus ging es am nächsten Morgen weiter nach Iringa. Insgesamt ein relativ unspektakulärer Tag auf der Straße, allerdings hatten wir ein wirklich nettes Camp – Old Farm House - mit heißen Duschen und leckerer Hot Chocolate Amarula als Schlaftrunk.


Toilettenstopp in der Wildnis
Tag 26 – 25.07.13
Am nächsten Tag hieß es Good-Bye Tanzania und Welcome to Malawi! Nach einer weiteren langen Fahrt haben wir unser Camp in Chitimba auf einem Campingplatz direkt am Malawisee aufgeschlagen. Hier sollten wir dann auch die nächsten zwei Nächte bleiben, was nach den kurzen Nächten und langen Fahrten eine willkommene Erholung war. Malawi ist insgesamt ebenfalls ein sehr armes Land (deutlich ärmer als Tanzania oder Kenia), jedoch sind die Menschen ähnlich wie in Uganda alle sehr herzlich. Leider mussten wir jedoch feststellen, dass es ab Malawi schwieriger werden sollte, unsere neuen Lieblingsfrüchte Passionsfrüchte bzw. Maracujas zu bekommen. Diese hatten wir sonst fast täglich verzehrt, weil sie einfach mega gut zu allem schmecken. :-)

Tag 27 – 26.07.13
In Chitimba hatten wir die Möglichkeit verschiedene längere Wanderungen zu machen, z.B. zu benachbarten Bergen. Faul wie wir sind (vor allem nach dem Kili...), haben wir uns aber dazu entschieden einen ruhigen zu machen und das Dorf etwas zu erkunden. Unser Guide Justus hat uns einen Freund von sich empfohlen, der so nett war uns das Dorf zu zeigen (natürlich gegen eine kleine Spende). Somit hatten wir die Gelegenheit neben dem Dorf selber auch die Schule (120 Schüler pro Lehrer!) und das Krankenhaus zu besichtigen (hier haben wir aus Respekt vor der Örtlichkeit jedoch darauf verzichtet Bilder zu machen). Unterwegs hat unser Guide uns auch angeboten an einem Straßenstand den lokalen „Braten“ zu probieren... Da das Ganze jedoch sehr verdächtig nach Ziegendärmen aussah, sind wir spontan Vegetarierer geworden. ;-)

Des Weiteren gab es in Chitimba auch viele schöne Schnitzereien und wir haben – nach zähen Verhandlungen – unter anderem einen kleinen Tisch für unsere zukünftige Wohnung erstanden. Den Rest des Tages haben wir am Strand mit Blick auf den Malawisee genossen.

Zu diesem Zeitpunkt haben wir uns noch nicht getraut ins Wasser zu gehen, weil es angeblich einen ganz unangenehmen Parasiten geben soll, den man sich im Wasser einfangen kann. Dies sollte sich aber an den nächsten Tagen noch ändern...


Posing für's Foto ;)
Klassenraum
gebratene Gedärme ...
Tag 28 – 27.07.13
Nach zwei Nächten in Chitimba ging es nämlich weiter nach Kande – ebenfalls direkt am Malawisee. Hier konnten wir uns dann nicht mehr beherrschen und sind letztendlich (wie alle anderen auch) doch in den See gegangen und haben es, bisher zumindest, noch nicht bereut. Das Wasser war wirklich herrlich angenehm und super klar. Da wir in Kande ebenfalls zwei Nächte bleiben sollten, hatten wir für den Abend eine kleine Party eingeplant: Beim Einkauf zuvor hat sich der Bus kollektiv mit Unmengen Malawi-Vodka und Saft eingedeckt. In den Vodka haben wir Früchte für mehrere Stunden eingelegt (Wassermelone in Vodka ist echt der Killer...), bevor das ganze mit Saft „abgelöscht“ und vernichtet wurde. Lange Rede kurzer Sinn – der Punch war ein großer Erfolg oder in anderen Worten: wir tanzten Call Me Maybe auf dem Tresen der Bar bis in die frühen Morgenstunden.


Unterwasserkamera ausprobieren
"The Guys" 
Unser Guide Justus (links) und unser Koch Dom (rechts)
"Call Me Maybe" auf dem Tresen
Feiern !!!
noch einmal Dom und Justus
"The Girls"
Tag 29 – 28.07.13
Am nächsten Morgen hatte Benni sich dann aufgrund ausgiebiger Nachtaktivitäten dazu entschlossen mal ne ganz ruhige Kugel zu schieben, während Laura schon früh einen Termin zum Reiten hatte. In knapp vier Stunden ist sie in einer kleinen Gruppe im Wald, am Strand und im Wasser mit den Pferden unterwegs gewesen. Gegen Nachmittag wurden die Rollen dann getauscht und während Laura am Strand die Sonne genossen hat, ist Benni im Malawisee tauchen gegangen. Da es sich um einen Süßwassersee handelt ist er nicht so bunt und fischreich wie ein Korallenriff, aber dennoch auf seine eigene Art faszinierend und spannend.


Baden zu Pferd
Tauchen im Malawisee
Tag 30 – 29.07.13
Nach etwa vier Tagen in Malawi ging es heute weiter über die Grenze nach Sambia. Insgesamt wieder ein unspektakulärer Tag „On the Road“, der uns zum übernachten nach Chipata in Mama-Rula’s Campsite geführt hat. Kleines Highlight hier war die Karaoke Veranstaltung in der Bar am Abend – auch hier hat der gesamte Bus wieder Maybe vorgetragen.

Tag 31 – 30.07.13
Ein weiterer Tag auf der Straße und mit 600 km auch die längste Strecke bisher. Allerdings sind die Straßen, seit wir Tanzania verlassen haben, immer sehr gut gewesen (also richtig geteert und so ;-)), sodass die Distanzen nicht mehr so lang und unangenehm sind. Leider hatten wir jedoch, als wir dann endlich im Zielort Lusaka angekommen sind, einige Probleme mit dem Truck. Irgendetwas mit der Schaltung schien nicht zu funktionieren, sodass wir erstmal 2 Stunden in einer Werkstatt festgesessen haben. Blieb nur zu hoffen, dass uns dies die nächsten Tage nicht noch weiter Probleme bereiten würde – wir wollen ja schließlich endlich zu den Victoriafällen. Genächtigt wurde anschließend im Eureka Camp am Rande von Lusaka. Eine Besonderheit noch am heutigen Tag: Nach viel Rind, Hähnchen und Ziege gab es heute zum ersten mal Schweinefleisch zum Abendessen. Hängt sicherlich damit zusammen, dass Sambia, anders als z.B. Tanzania, nur wenige Muslime hat. Insgesamt ist uns allerdings auch aufgefallen, dass, je weiter südlich wir kommen, nicht nur die Straßen, sondern auch das Fleisch immer besser wird. Wo es zu Anfang leider nur sehr viel zähes Fleisch gab, hatten wir die letzten Tage teilweise richtig gute Steaks! :-)


Schaltung kaputt ?!
Tag 32 – 31.07.13
Leider setzten sich die Probleme mit dem Truck noch etwas fort, sodass er noch einmal in die Werkstatt musste und wir erst um 12:00 Uhr (mit gut sechs Stunden Verspätung) losfahren konnten. Ansonsten ist an diesem Tag nichts Spektakuläres passiert und wir sind abends spät in Livingstone angekommen und haben unsere Zelte im Waterfront Camp aufgeschlagen.

Tag 33 – 01.08.13
Eigentlich hätte es für uns heute früh weiter in Richtung Botswana in den Chobe Nationalpark gehen sollen. Da wir aber, durch die späte Ankunft am Vortag, keinerlei Zeit in Livingstone hatten, um uns die Victoria Falls von Sambia aus anzuschauen und wir die exakt gleiche Botswana-Chobe Tour nächste Woche noch mal machen sollten, haben wir uns (zusammen mit 4 anderen) entschieden, uns von der großen Gruppe zu trennen und auf eigene Faust die nächsten 2 Tage zu verbringen.
Somit sind wir morgens relativ früh mit dem Taxi zu den Wasserfällen gefahren. Unseren super netten Taxifahrer (Herbert) konnten wir während der Fahrt noch davon überzeugen für uns den Guide zu spielen, was uns wirklich viele interessante Einblicke geliefert hat. Momentan beginnt in den Wasserfällen gerade die „Trockenzeit“, was bedeutet, dass das Wasser nicht mehr so hoch steht – unserer Meinung aber war es genau richtig, denn sobald das Wasser höher steht, kann man vor lauter Gischt nichts mehr sehen.
Nachmittags sind wir dann zu Fuß über die Grenze rüber nach Vic Falls in Zimbabwe gelaufen und haben unser Camp für die nächsten Nächte bezogen (Rest Camp). Hier sollten wir morgen Mittag dann auch wieder auf den Rest der Gruppe mit dem Truck treffen, die dann aus Botswana zurückkehren sollten.


Victoria Fälle von der Sambia-Seite I 
Victoria Fälle von der Sambia-Seite II
Links: Sambia, Rechts: Simbabwe 
Tag 34-36 – 02.-04.08.13
Die nächsten Tage standen uns dann quasi in Vic Falls zu freien Verfügung. Vic Falls ist eine eher touristische Stadt mit vielen Angeboten, die alle irgendwie mit den Fällen oder zumindest mit Wasser zu tun haben. Außerdem gibt es sehr viele Kunstmärkte, in denen teilweise super schöne Holz- und Steinschnitzereien verkauft werden – dabei sind alle Preise natürlich flexibel und vor allem Benni hat sehr viel Spaß beim Handeln (es wird maximal 20 – 40% des Startpreises gezahlt!). Aus Spaß am Handeln und wegen der Schönheit der Dinge haben wir natürlich auch das ein oder andere Mal zugeschlagen, aber das gibt es dann erst in unserer neuen Wohnung in HH zu bewundern ;). Nur so viel wird verraten: Es ist so groß, dass wir es per Post schicken mussten. ;)
Natürlich haben wir es uns nicht entgehen lassen, die Fällen von dieser Seite auch noch einmal anzuschauen. Dazu sind wir früh morgens aufgebrochen, um zwischen 6:30 Uhr und 7:00 Uhr den Sonnenaufgang bei einem Sektfrühstück über den Fällen zu genießen. Das war wirklich sehr sehr schön, vor allem weil man um diese Uhrzeit den Park fast für sich alleine hat.




Sektfrühstück an den Falls
Sonnenaufgang von der Simbabwe-Seite
Die "Big Five" ;)
:)
Gigantisch
Die Schlucht
Posen bei den Fällen

Außer den Fällen, Shopping und Chillaxen haben wir hier in Vic Falls auch noch White Water Rafting gemacht (Touranbieter Shockwave). Das Rafting hier auf dem Sambesi gilt generell als eine der besten Stellen zum raften weltweit. Dementsprechend wurden wir natürlich auch nicht enttäuscht! Wir wurden früh morgens vom Campingplatz abgeholt und sind dann direkt zum Fuß der Viktoriafälle gelaufen und dort ging die wilde Fahrt bis in den frühen Nachmittag den Sambesi runter. Insgesamt sind wir die Stromschnellen 1 bis 19 geraftet (für die, die es interessiert: davon sind gut ein Drittel Schnellen der Stufe 5) ohne auch nur ein Mal zu kentern oder über Bord zu gehen, was laut Guide nicht so häufig vorkommt. Insgesamt eine tolle aber auch sehr anstrengende Erfahrung.

Ab in die Welle !!!
Ab durch die Welle !!!
In den Stromschnellen
Mit dem Ende unseres Aufenthaltes in Vic Falls heißt es auch schon wieder Abschiednehmen – von einigen Weggefährten, aber leider auch von unserer Crew. Justus (Guide), Dominic (Koch) und Cyrus (Fahrer) werden uns hier verlassen und mit einer anderen Gruppe zurück nach Nairobi fahren, während wir uns einer neuen Crew anschließen und weiter in den Süden fahren. Wir sind unserem Team wirklich wahnsinnig dankbar für die viele Unterstützung und die tolle Zeit und hoffen, dass man sich tatsächlich noch einmal im Leben sieht!
In den nächsten drei Wochen geht es nun für uns weiter durch Botswana, Namibia und Südafrika, wo unsere Tour in Kapstadt enden wird und ihr wieder von uns hören werdet. Bis dahin – viel Spaß beim Lesen! :-)